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02. Mai 2005 - Grüner Tee – mit Hochdruck behandelt
RUB-Maschinenbau in neuem europäischen Forschungsverbund
Marie Curie-Stipendien der EU für Nachwuchsforscher

Nachwuchswissenschaftler, die eins der begehrten Marie Curie-Stipendien der EU bekommen, können in Bochum neue Verfahren entwickeln, um zum Beispiel grünen Tee mit Hochdruck zu reinigen und zu pulverisieren: Die Ruhr-Universität Bochum ist eine von drei Kernuniversitäten im europäischen Forschungsprojekt „Green/Clean Processing of bio active materials“. Die EU fördert den Austausch junger Wissenschaftler zwischen sechs europäischen Hochschulen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro, das Projekt beginnt am 1.7.2005.

Europäische Spitze
Beteiligt sind neben der RUB die Universitäten Maribor (Slowenien) und Nottingham (Großbritannien) als weitere Schwerpunktuniversitäten sowie die Universitäten Triest (Italien), Budapest (Ungarn) und Valladolid (Spanien). Alle Lehrstühle gehören zur europäischen Spitze auf dem Gebiet der Hochdruckverfahrenstechnik, in Bochum sind dies der Lehrstuhl für Verfahrenstechnische Transportprozesse (Professor Eckhard Weidner) und die Juniorprofessur für Partikeltechnologie und Partikeldesign (Juniorprofessor Marcus Petermann).

Neue umweltfreundliche Verfahren
In der RUB geht es vor allem darum, maßgeschneiderte Partikelsysteme herzustellen und zu untersuchen, wie sich verschiedene Stoffe in Gegenwart von Gasen verhalten. Die Nachwuchsforscher beschäftigen sich in der Fakultät für Maschinenbau der RUB mit der Verarbeitung von Naturstoffen und biologisch aktiven Substanzen. Ziel ist, neue umweltfreundliche Produkte und Verfahren zu entwickeln, zum Beispiel um Naturstoffe wie Grüntee-Extrakte zu reinigen und zu konfektionieren. Solche Verfahren sind sowohl für die Lebensmittel- als auch die Pharmaindustrie von großem Interesse.

Stipendien für 9 Nachwuchsforscher
Neun Nachwuchswissenschaftler bekommen die Gelegenheit, insgesamt drei Jahre lang an jeweils vier der beteiligten Universitäten zu forschen und ihre Dissertation anzufertigen. Zunächst steigen sie für 18 Monate in den Forschungsalltag an einer der Kernuniversitäten ein und bleiben hauptsächlich an dieser Universität, gefolgt von je dreimonatigen Aufenthalten an den beiden anderen Kernuniversitäten. In einem weiteren 12-monatigen Aufenthalt in Triest, Budapest oder Valladolid haben die Doktoranden dann die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und ihre Kenntnisse zu vertiefen.

Europäischer Forschungsverbund
Das Know-how aller beteiligten Partner fließt in die Forschungsarbeiten der Nachwuchswissenschaftler ein. Durch den Wissenstransfer und die gemeinsame Nutzung von Forschungsressourcen entsteht so ein neuer europäischer Forschungsverbund im Bereich der Hochdruckverfahrenstechnik.

(Quelle: http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2005/msg00123.htm)